Das Grenzdurchgangslager (GDL) Friedland besteht mit seinen Vorgängerinstitutionen bereits seit September 1945. Mittlerweile ist das GDL Friedland eine Außenstelle der Landesaufnahmebehörde Braunschweig. Weitere Standorte dieser Landesbehörde befinden sich in Bramsche, Braunschweig, Osnabrück, Oldenburg und Bad Fallingbostel-Oerbke. Alle SpätaussiedlerInnen, die in die BRD einreisen werden nur in Friedland aufgenommen und registriert. Hier besteht ein Alleinstellungsmerkmal. Kamen Anfang der 90-er Jahre noch ca. 200.000 Menschen aus den ehemaligen SU- Staaten zu uns ging die Zahl ab 2005 drastisch zurück. Zwischenzeitlich kamen so nur noch 1.300 SpätaussiedlerInnen in die Bundesrepublik. In den Jahren 2017 und 2018 hingegen stieg die Zahl aufgrund des nivellierten Bundesvertriebengesetzes wieder auf jeweils gut 7.000 Menschen an.

 

Zudem hat das GDL Friedland ein weiteres Alleinstellungsmerkmal. Alle Flüchtlinge, die über das Humanitäre Aufnahmeprogramm und das Resettlement-Programm des Bundesregierung und des UNHR einreisen werden in Friedland aufgenommen, registriert und in einem ersten Anhörungsverfahren von in Friedland ansässigen Mitarbeitenden des BAMF in das Asylbewerberverfahren aufgenommen. Hierbei handelt es sich derzeit um eine Fallzahl von ca. 5.200 Personen, die aufgenommen werden könnten. Zudem werden in Friedland AsylbewerberInnen aufgenommen, die aus afrikanischen Ländern, aus dem Nahen Osten, Mittel-und Südamerika, aber auch aus Nepal und derzeit aus der Türkei kommen.

 

 
Die Innere Mission arbeitet mit den anderen Wohlfahrtsverbänden vor Ort (Deutsches Rotes Kreuz, Caritas) und in enger Absprache mit der Lagerleitung zusammen. Unsere Arbeitsfelder sind: Asylverfahrensberatung und Migrationsberatung (MBE), Dolmetscherdienste, Förderung und Betreuung der Kinder im Vorschulalter (intensive Sprachförderung), Einkleidung, Pfarramtlicher Dienst, kulturelle Angebote und die Bildungsberatung (früher Otto-Benecke-Stiftung e.V.). Seit Januar 2013 existiert ein Frauenzentrum für Asylbewerberinnen.

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